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	<title>Ladislaus Pyrker</title>
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	<description>und seine lyrischen Werke</description>
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		<title>20. Abschied von den Alpen.</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lieder der Sehnsucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Lebt wohl; ich werd&#8217; euch nimmer wiedersehen: Des dunklen Schicksals strenger Ruf gebeut! Vergeblich war zu ihm mein stilles Flehen – Die Thräne, die das Herz zum Opfer beut. Wenn uns die harten Menschen nicht verstehen, Ihr Grimm uns Dornen auf die Wege streut, Da wißt ihr stets mit mitleidsanften Tönen Des wunden Herzens Pochen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lebt wohl; ich werd&#8217; euch nimmer wiedersehen:<br />
    Des dunklen Schicksals strenger Ruf gebeut!<br />
Vergeblich war zu ihm mein stilles Flehen –<br />
    Die Thräne, die das Herz zum Opfer beut.<br />
Wenn uns die harten Menschen nicht verstehen,<br />
    Ihr Grimm uns Dornen auf die Wege streut,<br />
Da wißt ihr stets mit mitleidsanften Tönen<br />
Des wunden Herzens Pochen zu versöhnen.<br />
<span id="more-44"></span></p>
<p>Es weht ein Hauch von euren grünen Matten,<br />
    Der mild, wie Balsam uns&#8217;re Brust beschleicht,<br />
Und dort, wo Ruh&#8217; und Trost sich liebend gatten,<br />
    Im dunklen Walde, wird das Herz so leicht,<br />
Indem es uns in seinem kühlen Schatten<br />
    Begütigend, die Friedens-Palme reich:<br />
Dort lispeln auch vom Felsgestein die Quellen<br />
Uns Trost in&#8217;s Herz mit ihren Silberwellen.</p>
<p>So muß ich denn von euren Höhen scheiden –<br />
    Ich müder Pilger! Nun, so lebet wohl<br />
Mit eurer Senn&#8217;, und Alpenhütt&#8217;, und Weiden,<br />
    Wo mir so oft der Labung Spende quoll!<br />
Was mir auch noch bestimmt ist zu erleiden,<br />
    Stets bleibt mein Herz von eurem Bilde voll,<br />
Und oft werd&#8217; ich mit heißen Wehmuthsthränen<br />
Mich noch in euren Kreis zurückesehnen!</p>
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		<title>19. Das Heimweh.</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lieder der Sehnsucht]]></category>

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		<description><![CDATA[»Was fehlt dir, Armer? Ach, ich seh dich weinen, Dein starrer Blick hängt an den Alpenhöh&#8217;n! Vermissest du, von ihnen fern, die Deinen In jener kleinen Hütte, wo so schön Umher der Fels, der Wald und Bach, erscheinen, Und die, geschirmet vor dem wilden Föhn, Dir winkt am stillen Abend heimzukehren, Und dort das Glück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Was fehlt dir, Armer? Ach, ich seh dich weinen,<br />
    Dein starrer Blick hängt an den Alpenhöh&#8217;n!<br />
Vermissest du, von ihnen fern, die Deinen<br />
    In jener kleinen Hütte, wo so schön<br />
Umher der Fels, der Wald und Bach, erscheinen,<br />
    Und die, geschirmet vor dem wilden Föhn,<br />
Dir winkt am stillen Abend heimzukehren,<br />
Und dort das Glück der Deinen noch zu mehren?«<br />
<span id="more-42"></span></p>
<p>»Warum denn weinst du? sind nicht hier die Spuren<br />
    Des Reichtums überall im flachen Land,<br />
Das dir gehört, zu schau&#8217;n? du willst noch murren,<br />
    Daß hier für dich des Glückes Los sich fand?«<br />
Noch schwieg er still; doch seine Blicke fuhren<br />
    Hin nach den Höh&#8217;n, und hingen, wie gebannt,<br />
An ihnen, als sie rosig hehr erglänzten,<br />
Und hoch bis an den Wolkenhimmel gränzten.</p>
<p>»Mich zieht es, ach, zu jenen blauen Bergen« –<br />
    So schluchzt&#8217; er auf – »unwiderstehlich hin,<br />
Wo Riesenkuppen meine Hütte bergen,<br />
    Und milde Lüftchen lieblich sie umzieh&#8217;n;<br />
Mir widert es, auf diesen Hügel-Zwergen<br />
    Zu weilen mit gebroch&#8217;nem Geist und Sinn;<br />
Hier ist&#8217;s so licht, so flach; dort schatten hohe Wälder,<br />
Und würzig duften dunkelgrüne Felder.«</p>
<p>»Dort hör&#8217; ich stets die Alpenbäche rauschen,<br />
    Und über mir das Muh&#8217;n der Küh&#8217; im Wald;<br />
Wie sollt&#8217; ich nicht mit Ohr und Seele lauschen,<br />
    Wenn dann der Senntin helle Stimm&#8217; erschallt;<br />
Die Kläng&#8217; im Widerhall mit Klängen tauschen,<br />
    Und rings, geweckt mit zaubernder Gewalt,<br />
Die Felsenhöh&#8217;n umher, mitjubelnd, tönen,<br />
Und so des Lebens schönste Zeit verschönen?«</p>
<p>»Ich will zurück: – was soll ich hier noch weilen,<br />
    Wo mich der Schlaf allnächtlich flieht,<br />
Und mich kein Herz, des Lebens Glück zu theilen,<br />
    Mit sanften Liebesbanden an sich zieht?<br />
Dort ist mein Alles – wird mein Sehnen heilen –<br />
    Wenn mir dieß irdisch&#8217; Eden neu erblüht.<br />
Es möge hier ein And&#8217;rer Reichthum erben;<br />
Ich will im Alpthal leben, und auch sterben!«</p>
]]></content:encoded>
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		<title>18. Die Menschenalter.</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:48:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lieder der Sehnsucht]]></category>

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		<description><![CDATA[O du mein liebes Alpenland, Dir gleicht so ganz das Leben! Wie schön an sanfter Mutterhand Des Kindes Tag&#8217; entschweben! Ihm blüh&#8217;n im Thal aus Wiesengrund Unzählbar Blumen in die Rund&#8217;. Es will, aufjubelnd, wandern Von einer zu der andern, Und pflückt sie dort, und hüpft vor Lust, Und drückt sie freudig an die Brust [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>O du mein liebes Alpenland,<br />
    Dir gleicht so ganz das Leben!<br />
Wie schön an sanfter Mutterhand<br />
    Des Kindes Tag&#8217; entschweben!<br />
Ihm blüh&#8217;n im Thal aus Wiesengrund<br />
Unzählbar Blumen in die Rund&#8217;.<br />
<span id="more-40"></span><br />
    Es will, aufjubelnd, wandern<br />
    Von einer zu der andern,<br />
Und pflückt sie dort, und hüpft vor Lust,<br />
Und drückt sie freudig an die Brust<br />
    Mit wonnevollen Blicken,<br />
    Im seligen Entzücken.</p>
<p>Der Jüngling fleugt im frischen Muth<br />
    Hin auf den höher&#8217;n Matten;<br />
Ihn treibt umher das heiße Blut,<br />
    Er ruht nicht gern im Schatten;<br />
Doch als er einst die Maid ersieht,<br />
Die schön wie eine Rose blüht,<br />
    Da müht er sich, für&#8217;s Leben,<br />
    Sie, liebend, zu erstreben,<br />
Und bald vereint das holde Paar<br />
Des Priesters Segen am Altar:<br />
    Für all&#8217; des Daseins Stunden<br />
    Hat sich&#8217;s im Glück gefunden.</p>
<p>Und höher noch, im Waldrevier,<br />
    Muß er sich dann ermannen;<br />
Muß sorgen, streben für und für –<br />
    Muß seine Kraft noch spannen,<br />
Und fest, wie dort die Eiche, steh&#8217;n,<br />
Wenn rauhe Winterstürme weh&#8217;n,<br />
    Die laut zum Schreck und Grausen<br />
    Durch ihre Zweige brausen:<br />
Auf daß er schirm&#8217; in seiner Kraft,<br />
Was sie zu Eigen ihm verschafft,<br />
    Und ruhig all die Seinen<br />
    Am sicher&#8217;n Herd sich einen.</p>
<p>Doch endlich glänzt sein greises Haupt<br />
    Von schneeigem Gefieder,<br />
Und streut es, wie der Baum entlaubt,<br />
    Zum dürren Boden nieder;<br />
Und dennoch ist sein Walten noch,<br />
Wie jenes eines Vaters hoch<br />
    Von allem Volk geehret,<br />
    Wenn er die Achtung nähret<br />
Für alles was erhaben ist,<br />
Und so des Menschen Herz erschließt<br />
    Mit innigem Vertrauen<br />
    Zum Himmel aufzuschauen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>17. Meine Berge.</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lieder der Sehnsucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Seh&#8217; ich euch dort in nebelgrauer Ferne Emporgethürmt in&#8217;s blaue Himmelszelt, Und nun vom Mond im milden Glanz der Sterne, Nun von dem Gluthenhauch der Sonn&#8217; erhellt, Mir winken – O wie zög&#8217; ich da so gerne Zu euch! Das Herz pocht auf, die Thräne fällt, Ergriffen senkt der Geist die regen Schwingen, Und heiß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seh&#8217; ich euch dort in nebelgrauer Ferne<br />
    Emporgethürmt in&#8217;s blaue Himmelszelt,<br />
Und nun vom Mond im milden Glanz der Sterne,<br />
    Nun von dem Gluthenhauch der Sonn&#8217; erhellt,<br />
Mir winken – O wie zög&#8217; ich da so gerne<br />
    Zu euch! Das Herz pocht auf, die Thräne fällt,<br />
Ergriffen senkt der Geist die regen Schwingen,<br />
Und heiß vor Sehnsucht will das Herz zerspringen.<br />
<span id="more-37"></span></p>
<p>Oft wandelt&#8217; ich in euren Wolkenräumen<br />
    Im jugendlichen Herzensmuthe hin;<br />
Was Sterbliche sich sonst vom Glücke träumen,<br />
    Ward dann mir stets zum sicheren Gewinn:<br />
Denn jedem Gräschen sah ich es entkeimen,<br />
    Und hob&#8217;s an meine Brust mit frohem Sinn:<br />
Entrückt der Eb&#8217;ne qualmbelad&#8217;nen Triften,<br />
Fühlt&#8217; ich mich frei in euren freiern Lüften.</p>
<p>So schwand mir dort der Abend, so der Morgen<br />
    In eurer schönsten Stunden gold&#8217;nem Schein;<br />
Vor jedem herben Lebenszwang geborgen<br />
    Jauchzt&#8217; ich laut auf – die ganze Welt war mein!<br />
Nun kömmt die Nacht mit ihren Grau&#8217;n und Sorgen;<br />
    Der Pilger steht auf öder Wüst&#8217; allein:<br />
Dem harten Schicksal muß er, trauernd, weichen,<br />
Und fern von euch sein dunkles Ziel erreichen!</p>
]]></content:encoded>
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