17. Meine Berge.

Seh’ ich euch dort in nebelgrauer Ferne
Emporgethürmt in’s blaue Himmelszelt,
Und nun vom Mond im milden Glanz der Sterne,
Nun von dem Gluthenhauch der Sonn’ erhellt,
Mir winken – O wie zög’ ich da so gerne
Zu euch! Das Herz pocht auf, die Thräne fällt,
Ergriffen senkt der Geist die regen Schwingen,
Und heiß vor Sehnsucht will das Herz zerspringen.
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Aus Lieder der Sehnsucht.

16. Meine Bäume.

Ich liebt’ euch stets, ihr hochgethürmten Bäume,
In eurer still erhabenen Majestät!
Ihr ragt empor in saphirblaue Räume,
Wo frei des Aethers freier Odem weht;
Ich liebt’ euch stets, und meiner Jugend Träume
Nah’n mir im holden Licht auch jetzt noch spät,
Mit all den süßen, wonnevollen Stunden,
Die mir vor euch so selig hingeschwunden.
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Aus Lieder der Sehnsucht.

15. Lilienfeld

unter den Alpen.

Sey mir gegrüßt im tiefsten Grund der Seele,
Stift Lil’jenfeld, im wonnig schönen Thal!
Mein Glückstern wollte, daß ich dich erwähle
Zum Lebensziel’, und lohnend war die Wahl.
Wenn ich des Daseins frohe Stunden zähle,
Und auch die schlimmen, wechselnd, ohne Zahl,
So winkt mir jenes fest empor zu schauen,
Und alle Hoffnung auf den Herrn zu bauen.
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Aus Lieder der Sehnsucht.

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