14. Der Alpensee im Mondlicht.

Ein Phantasiegemählde.

Seh’ ich den fernen Alpensee
Im Mondenschein vor mir:
Da faßt mein Herz ein leises Weh’ –
Ich kann doch nichts dafür!
Es schweigt umher der dunkle Wald,
Der sich im Fluthenspiegel mahlt;
Des Mondes trüber Schimmer
Weckt dort im Goldgeflimmer
In mir ein Weh’, ein Weh’!
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Aus Lieder der Sehnsucht.

13. Sonnenuntergang auf der Alpe.

Wie rosig dort die Gletscherkuppen glühen,
Als jetzt die Sonn’ am Abendhimmel sinkt!
Vorüber ist des heißen Tages Mühen,
Da Mahl und Rast in trauter Stube winkt.
Bald wird der Sterne Glanz vom Aether sprühen,
Und bald im See, vom Mondenglanz durchblinkt;
Es will die Ruh’ umher, nach allen Seiten,
Ihr sanftes Reich mit milder Hand verbreiten.
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Aus Lieder der Sehnsucht.

12. Sonnenaufgang auf der Alpe.

Vorabend ist’s der hehren Sonnenwende
Nach kurzer Nacht des längsten Tag’s im Jahr.
Johannes Feuer brannten sonder Ende
Auf jeder Kupp’, auf jedem Gletscher-Kar.
Ich forscht’, ob ich ein Ruheplätzchen fände?
Die Alpenhütte both es freundlich dar;
Dort hatt’ ich es auf duft’gem Heu gefunden,
In zween nach Mitternacht entfloh’nen Stunden.
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Aus Lieder der Sehnsucht.

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